Seit dem Karfreitag herrscht Aufregung und Verwirrung unter den Cache-Ownern aus und um Konstanz herum: In einem kleinen Rundumschlag wurden in der amerikanischen GC-Zentrale verschiedene Caches im Bereich des Naturschutzgebiets „Wollmatinger Ried“ archiviert. Die Begründung, die die Owner als Notification in den Logs ihrer Caches vorfanden, liest sich in allen Fällen gleich:

Ausschlaggebend für die Schließung der Caches durch die höchste Instanz war offenkundig eine Email des NABU, Ortsgruppe Konstanz, die zur Archivierung aufforderte, da (übersetztes Zitat) „in diesen Gebieten absolutes Betretungsverbot“ herrsche. Der Text der Email ist mittlerweile bekannt.
Der amerikanischen Groundspeak-Zentrale in diesem Falle wieder einmal Übereifer vorzuwerfen, wie bereits in den ersten Reaktionen im entsprechenden Thread im Grünen Forum geschehen, greift jedoch deutlich zu kurz. Statt dessen darf und muss die Frage gestellt werden, ob die NABU-Verfasserin nicht einige Punkte „geradegebogen“ oder zumindest mehr als nur unglücklich formuliert hat. Soweit den Reaktionen der betroffenen Owner zu entnehmen ist, liegt die Mehrzahl der angeprangerten Caches direkt auf oder entlang der für Besucher frei zugänglichen Wege und Aussichtsplattformen. Von einem „absoluten Betretungsverbot“ kann in diesen Fällen also nicht die Rede sein. Der zudem geäußerte Vorwurf der fehlenden Kommunikation mit den Ownern sei an dieser Stelle nur aus Gründen der Vollständigkeit erwähnt.
Die verwendete Formulierung „in our nature reserves in Germany“ verleitet nicht mit den lokalen Gegebenheiten vertraute Personen zu dem nahe liegenden Schluss, dass der NABU Konstanz in der Rolle des „land owners“ (Besitzer / Verwalter der Ländereien) agiert. Eine vielleicht aus Unbedarftheit verwendete Formulierung, die aber bereits den Vorwurf der Amtsanmaßung provozierte. Nur zur Erinnerung: Der Naturschutzbund Deutschland stellt als Verein eine nichtstaatliche Organisation dar, die sowohl lokal als auch überregional beratend, unterstützend und begutachtend tätig wird. Eine Rolle als staatlicher Verwalter mit gleichbedeutenden Befugnissen ist ihr jedoch nicht zugedacht.
Zusätzliche Häme wurde der Ortsgruppe Konstanz zuteil, als verschiedene Owner darauf verwiesen, dass betroffene Caches gar nicht im Bereich des Wollmatinger Rieds ausgelegt seien oder dieses lediglich als „Koordinaten-Spender“ für Mysteries genutzt wurde, deren Final sich jedoch außerhalb des NSG befinden. In zumindest einem Falle scheint die direkte Kommunikation des Owners mit Groundspeak von Erfolg gekrönt zu sein: So wurde der Mystery „Cache O’Lantern“ von MissJenn bereits wieder aus dem Archiv ins Leben gerufen!
Wie und ob es hingegen mit den anderen betroffenen Caches weitergeht ist derzeit noch unklar. Von Seiten der Cacher ist eine direkte Kommunikation mit der namentlich bekannten NABU-Mitarbeiterin angestrebt. Sobald es in dieser Angelegenheit Neues zu berichten gibt, wird dieser Artikel natürlich aktualisiert.
Cachen in und um Ulm herum - das ist untrennbar mit dem Begriff “Lost Place” und den noch erhaltenen Teilen der
Während wir noch die letzten Dinge aus dem Kofferraum in den Rucksack kramten, fuhr ein Wagen fast zaghaft auf den Waldparkplatz und kam ein wenig Abseits zum Stehen. Der Fahrer blieb sitzen, beäugte mit halsverrenkenden Bewegungen die gesamte Szenerie. Selbst als wir aufbrachen, fühlten wir noch seine Blicke auf uns. Nicht, daß wir ansonsten anderen Wanderern ein größeres Interesse zollen würden. Diesmal aber schrillten bei mir sofort sämtliche Alarmglocken (im positiven Sinne, versteht sich). Ein Geocacher im Anmarsch …